FKM 2001 Heft Nummer 262 Vorhaben Nr. 220 Preis: Euro 90,00
Abschlußbericht Kurzfassung: Zur experimentellen Untersuchung des Zusammenhanges zwischen spanendem Fertigungs- verfahren, resultierendem Randschichtzustand am Bauteil und dessen Ermüdungsfestigkeit wurden sowohl konventionelle Fräsfertigung als auch Hochgeschwindigkeitszerspanung be- trachtet. Ausgegangen wurde dabei von maschinenbautypischen, praxisrelevanten Bearbeitungsparametern. Als Probenwerkstoffe wurden der korrosionsbeständige Stahl X22CrMoV12.1 und die Aluminiumlegierung AICu2MgNi ausgewählt. Zur Bestimmung des Ermüdungsverhaltens im Ergebnis unterschiedlicher Bearbeitung wurden Einstufen-Wöhler- sowie Betriebsfestigkeitsversuche an ungekerbten (Kt ~ 1,0) und bau- teilähnlichen Proben (Kt ~ 1,4) durchgeführt. Zur Beschreibung des Zustandes der Bauteiloberflächen erfolgten röntgenographische Eigenspannungsmessungen, laseroptische und tastende Topographieaufnahmen sowie Härtemessungen mit der Bestimmung von Härtetiefengradienten. Zusammenfassen lassen sich die Versuchsergebnisse wie folgt: .In den untersuchten Parameterbereichen (vc, f, aeJ ap) ist es sinnvoll, eine Lebensdauerrestriktion zu berücksichtigen. .Qualitative Aussagen über den Einfluss von Zerspanungsparametern auf die Ermüdungsfestigkeit von Bauteilen (aus den untersuchten Werkstoffen) können getroffen werden. Eine Quantifizierung ist noch nicht möglich. .Zum Erreichen maximaler Produktivität müssen im aufgestellten Bewertungsmodell die Erkenntnisse der Bauteilfestigkeit berücksichtigt werden. Für den Stahlwerkstoff X22CrMoV12.1 können die Zerspanungsparameter nach dem Kriterium Maximale Produktivität gewählt werden. Es tritt keine Minderung der Bauteilermüdungsfestigkeit ein. Für den Aluminiumwerkstoff AICu2MgNi bestätigte sich die Abschätzbarkeit der Bauteil- Ermüdungsfestigkeit mittels FKM-Richtlinie. Die Ergebnisse zeigen einen großen Einfluss der technologischen Fertigungsbedingungen. Es wurde ein Lösungsansatz für ein Bemessungskonzept aufgestellt und beispielhaft für beide Werkstoffe belegt. Die verallgemeinerungsfähige Aufstellung von Lebensdauerrestriktionen macht weitere Untersuchungen erforderlich, speziell für die Fertigungsverfahren Drehen und Fräsen. Das Ziel des Forschungsvorhabens wurde erreicht.
Berichtsumfang: 120 S., 118 Abb., 22 Tab., 48 Lit.
Beginn der Arbeiten: 01.04.1997
Ende der Arbeiten: 30.06.2000
Zuschussgeber: BMWi/AiF-Nr. 11141 B
Forschungsstellen: IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH Dresden
Geschäftsführer: Dr.-lng. W. Hanel Institut für Produktionstechnik, Technische Universität Dresden
Leitung: Prof. Dr.-lng. habil U. Füssel Institut für Maschinelle Anlagentechnik und Betriebsfestigkeit Technische Universität Clausthal
Leitung: Prof. Dr.-lng. H. Zenner
Bearbeiter und Verfasser: Prof. Dr.-lng. U. Günther, Dipl.-lng. W. Fessenmayer, Dipl.-lng. O. Krämer Dipl.-lng. H. Mauch
Obmann des Arbeitskreises: Dr.-lng. C. Gerdes, ABB Baden/Schweiz
Vorsitzender des Beirates: Dipl. -lng. J. Rabe, Sachsenring AG
|