FKM 2009 Heft Nummer 301 Vorhaben Nr. 273 Preis: Euro 170,00 Mitglieder Preis: Euro 85,00
Abschlussbericht Kurzfassung: An geschweißten Rohr- und Flachproben aus dem Vergütungsstahl 42CrMo4 in Verbindung mit dem Baustahl S355J2G3 wurden Schwingfestigkeitsuntersuchungen unter Umlaufbiegung und Torsion bzw. Zug-Druck bei konstanten und variablen Amplituden durchgeführt. Dabei wurde der Einfluss zweier, verschiedener Schweißnahtgeometrien sowie unterschiedlicher Schweißverfahren untersucht. Die Auswertung erfolgt in einer Gegenüberstellung mit dem Nenn-, Struktur- und Kerbspannungskonzept und einem Vergleich der Ergebnisse mit den IIW-Empfehlungen zur Schwingfestigkeit geschweißter Bauteile. Zusätzlich wurden bruchmechanische Werkstoffkennwerte an geschweißten Proben ermittelt. Für Rohr- und Flachproben ist dabei die Schwingfestigkeit des modifizierten innenzentrierten Stumpfstoßes (mSS) größer als die des konventionellen innenzentrierten Stumpfstoßes (kSS). Nach dem Nennspannungskonzept ist die Schwingfestigkeit der lasergeschweißten Flachproben größer als die der WIG-geschweißten. Die bruchmechanischen Untersuchungen zeigen für lasergeschweißte Proben größere Werte der Risszähigkeit und niedrigere Rissfortschrittsraten gegenüber den WIG-geschweißten Proben. Für die hier vorliegenden Untersuchungen ist die Anwendung des Nennspannungskonzeptes insbesondere für die verschiedenartiaen Flachoroben zu emofehlen. Eine Differenzieruna zwischen Schweißverfahren und ~ahkeometrie'isdt abei nichf möglich. Für die ~ohr~roben unter Biegung ist das Kerbspannungskonzept mit rWf=0,05 mm zu empfehlen, da mit ihm die Erhöhung der Schwingfestigkeit der Variante mSS gegenüber der Variante kSS darstellbar ist, auch wenn die Konservativität der Lebensdauervorhersage gegenüber den Aussagen des Nenn- und Strukturspannungskonzeptes nicht wesentlich abnimmt. Eine Verwendung des Kerbspannungskonzeptes mit einem Ersatzradius von r=1,0 mm ist bei einer geschweißten Blechdicke von 5,5 mm nicht sinnvoll. Dies zeigt sich auch bei dem Referenzradius r„,=0,3 mm bei den Rohrproben unter Biegung. Es konnte gezeigt werden, dass eine Anwendung des Strukturspannungskonzeptes auf Wurzelanrisse möglich ist. Das Ziel des Forschungsvorhabens ist erreicht worden.
Berichtsumfang: 152 Seiten
Beginn der Arbeiten: 01.09.2005
Ende der Arbeiten: 31.10.2008
Zuschussgeber: BMWi i AiF-Nr. 1451 8 N
Forschungsstelle: Institut für Werkstoffkunde und Staatliche Materialprüfungsanstalt der TU Darmstadt
Leitung: Prof.Dr.-lng. C. Berger
Bearbeiter und Verfasser: Dr.-lng. B. Pyttel
Obmann des Arbeitskreises: Dipl.-lng. P. Grawenhof, Voith Turbo GmbH & Co. KG, Heidenheim
Vorsitzender des Beirats: Dipl.-lng. H. Linn, LlNN HIGH THERM GmbH, Hirschbach
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