FKM 1997 Heft Nummer 225 Vorhaben Nr. 208 Preis: Euro 23,01
Abschlußbericht Kurzfassung: Im Betrieb tragen Maschinen auf der Oberfläche ihrer Gehäuse Körperschallfelder. Diese führen zur Abstrahlung von Luftschall an die Umgebung. Gleichzeitig gelangt der Körperschall auch über die Lagerpunkte an umgebende Strukturen, zum Beispiel Fundamente oder Gebäudeteile, und verursacht dadurch eine sekundäre Abstrahlung von Luftschall. Um diese Ableitung von Körperschall zu vermeiden, werden Lagerlemente aus Kunststoff oder Gummi eingesetzt, welche sowohl elastische als auch dämpfende Eigenschaften besitzen. Im tiefen Frequenzbereich « 100 Hz) lässt sich das Verhalten der Abkoppelelemente aus Elastomeren mit sehr einfachen Feder-Masse-Dämpfer-Systemen relativ gut beschreiben. Im akustischen Frequenzbereich (> 100 Hz) beschreiben diese Systeme das reale Verhalten der Elemente nicht mehr. Die Grundlagen in diesem Bereich sind allerdings noch wenig erforscht. Auf dem Gebiet der Körperschallabkopplung wird noch immer überwiegend auf der Grundlage von experimentellen Ergebnissen vorgegangen und ausgelegt. Der erfolgreiche Einsatz von Lagerelementen aus Elastomeren zur Abkopplung von Schwingungen im tieffrequenten Bereich lässt erahnen, dass im akustischen Frequenzbereich noch ein erhebliches Potential ungenutzt bleibt. Voraussetzung für eine gezielte Nutzung ist eine genaue Kenntnis des Isolierverhaltens von Elastomeren im akustischen Frequenzbereich. Das Ziel der Literaturrecherche ist es, den aktuellen Kenntnisstand hinsichtlich des Körperschallverhaltens von Elastomeren im akustischen Frequenzbereich festzustellen. Es wird insbesondere untersucht, inwieweit die Frequenz- und Temperaturabhängigkeit der Werkstoffkennwerte Elastizitätsmodul, Schubmodul und Dämpfung für verschiedene Elastomere in der derzeitigen Forschung behandelt wird.
Berichtsumfang: 46 S., 2 Abb., 8 Tab., 64 Lit.
Beginn der Arbeiten: 01.01.1996
Ende der Arbeiten: 30.06.1996
Zuschussgeber: FKM-Eigenmittel Forschungsstelle: Fachgebiet Maschinenelemente und Maschinenakustik der Technischen Hochschule Darmstadt
Institutsleiter: Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. F.G. Kollmann
Bearbeiterin und Verfasserin: Dipl.-Ing. M. Bittner
Obmann des Arbeitskreises: Dipl.-Ing. H. Mors
Vorsitzender des Beirats: Prof. Dr.-Ing. H. Kipphan, Heidelberger Druckmaschinen AG
|